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Parashat Bamidbar

3 Seiten · ~4 Min. Lesezeit · 19 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

Bamidbar („In der Wüste“) ist der erste Wochenabschnitt im 4. Buch Mose. Er erzählt, wie Gott Mose befiehlt, eine Volkszählung zu machen, und wie die Kinder Israel ihr Lager in der Wüste ordnen sollen. Außerdem beginnt er zu erklären, welche besonderen Aufgaben die Leviten haben, wenn die Stiftshütte transportiert wird.

Seite 1 4. Mose 1:1-46

Am ersten Tag des zweiten Monats, im zweiten Jahr nachdem sie aus Ägypten ausgezogen waren, waren die Kinder Israel in der Wüste Sinai. Sie versammelten sich in der Nähe der Stiftshütte, dem Zelt, in dem man Gott besonders nahe sein wollte.

Gott sprach zu Mose und gab ihm einen klaren Auftrag: „Zählt die ganze Gemeinde!“ Mose und Aaron sollten Stamm für Stamm zählen, nach Sippen und Vaterhäusern, und jeden Namen aufschreiben. Gezählt wurden nur die Männer, die zwanzig Jahre alt oder älter waren, also die, die als Soldaten dienen konnten.

Aus jedem Stamm stand ein Anführer dabei und half: Von Ruben Elizur, von Simeon Selumiel, von Juda Nahasson, von Issaschar Netaneel, von Sebulon Eliab, von Ephraim Elisama, von Manasse Gamliel, von Benjamin Abidan, von Dan Ahieser, von Asser Pagiel, von Gad Eliasaph und von Naphtali Ahira.

So wurde die ganze Gemeinde „Kopf für Kopf“ eingetragen, und am Ende waren es 603.550. Aber ein Stamm war anders: Levi wurde nicht mit den anderen gezählt, denn Gott gab den Leviten eine besondere Aufgabe, die mit der heiligen Stiftshütte zu tun hatte.

Seite 2 4. Mose 2:1-34

Danach erklärte Gott Mose und Aaron, wie das Lager aufgebaut werden sollte. Jede Familie sollte bei dem Panier, also bei dem Banner ihres Stammes, lagern. Aber alle sollten Abstand zur Stiftshütte halten.

In der Mitte sollte die Stiftshütte stehen, und die Leviten sollten ringsherum lagern. Sie sollten auf die Stiftshütte und ihre Geräte aufpassen. Die Stiftshütte war wie ein besonderer Ort in der Mitte des Lagers.

Auf der Ostseite lagerte das Lager von Juda, mit Issaschar und Sebulon daneben. Diese Gruppen sollten beim Aufbruch als Erste losziehen.

Auf der Südseite lagerte das Lager von Ruben, mit Simeon und Gad. Sie sollten als Zweite ziehen.

Dann, mitten zwischen den Lagern, sollte die Stiftshütte mit den Lagern der Leviten weiterziehen.

Auf der Westseite lagerte das Lager von Ephraim, mit Manasse und Benjamin. Sie sollten als Dritte ziehen.

Auf der Nordseite lagerte das Lager von Dan, mit Asser und Naphtali. Sie sollten als Letzte ziehen.

So lagerten und zogen die Kinder Israel genau so, wie es befohlen war, jeder Stamm an seinem Platz.

Seite 3 4. Mose 3:1-4:20

Dann ging es um Aarons Familie und um die Leviten. Aarons Söhne hießen Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar. Nadab und Abihu starben in der Wüste, als sie „fremdes Feuer“ vor Gott brachten. Danach dienten Eleasar und Itamar zusammen mit Aaron als Priester.

Die Leviten wurden ausgesondert, um Aaron zu helfen und sich um die Stiftshütte und alles darin zu kümmern. Sie wurden extra gezählt, jeder männliche Levit ab einem Monat. Insgesamt waren es 22.000.

Die Leviten hatten drei große Familiengruppen: Gerson, Kahat und Merari. Jede Gruppe bekam ihre Aufgaben und auch ihren Platz im Lager. Die Gersoniter lagerten im Westen, die Kahatiter im Süden und die Merariter im Norden. Mose, Aaron und die Priester lagerten im Osten.

Gott sagte, die Leviten sollten anstelle der erstgeborenen Söhne Israels genommen werden. Als Mose die Erstgeborenen zählte, waren es 22.273, also 273 mehr als die Leviten. Für diese 273 wurde ein Lösegeld bezahlt, fünf Schekel pro Person, und das Geld ging an Aaron und seine Söhne.

Zum Schluss gab Gott sehr genaue Regeln für das Tragen der heiligsten Dinge. Wenn das Lager weiterzog, mussten Aaron und seine Söhne zuerst alles bedecken, die Lade, den Tisch, den Leuchter und die Altäre. Erst dann durften die Kahatiter sie tragen, damit niemand die heiligen Gegenstände berührte.

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