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משפטים

Parashat Mischpatim

2 Seiten · ~4 Min. Lesezeit · 18 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

Mischpatim („Gesetze“) erzählt von vielen Gesetzen Gottes, die Mose dem Volk Israel weitergibt. Es geht um Regeln für den Umgang mit Knechten und Mägden, um Schäden und Entschädigung, um Darlehen, das Zurückbringen von Verlorenem, um Schabbat, das siebte Jahr, um Feste und darum, Götzendienst zu zerstören. Am Ende steigt Mose für 40 Tage auf den Berg Sinai.

Seite 1 2. Mose 21:1-23:19

Unten am Berg Sinai brachte Mose dem Volk eine Reihe von Regeln bei, die Mischpatim heißen. Das bedeutet „Gesetze“, und sie sollten den Menschen helfen, im Alltag richtig zu handeln. Mose begann mit Regeln für Knechte: Ein hebräischer Knecht sollte sechs Jahre dienen und im siebenten Jahr ohne Bezahlung freigelassen werden. Wenn er mit einer Frau gekommen war, sollte sie mit ihm gehen. Wenn sein Herr ihm aber eine Frau gegeben hatte und sie Kinder bekommen hatten, sollten die Frau und die Kinder beim Herrn bleiben, es sei denn, der Mann wollte freiwillig bleiben. Dann wurde sein Ohr an der Tür oder am Pfosten durchbohrt.

Mose sprach auch darüber, wie wichtig es ist, Leben zu schützen und Schaden wieder gutzumachen. Wenn jemand absichtlich tötete, war das ein sehr schweres Verbrechen. Wenn es aus Versehen geschah, sollte Gott einen Ort bestimmen, wohin der Mensch fliehen konnte. Wer einen anderen verletzte, musste für die Heilung bezahlen und auch dafür, dass der Verletzte in dieser Zeit nicht arbeiten konnte. Es gab Regeln über gefährliche Ochsen, über Zisternen, die man nicht offen lassen durfte, über Diebstahl und darüber, wie man ersetzen musste, was kaputtgegangen war.

Gott befahl den Israeliten auch, Fremdlinge nicht zu bedrängen, und Witwen und Waisen nicht zu unterdrücken. Armen sollte man Geld leihen, ohne Zinsen zu verlangen. Am siebenten Tag sollten Menschen und Tiere ruhen, und im siebenten Jahr sollte auch das Land ruhen. Außerdem sollten sie drei Feste im Jahr feiern: das Fest der ungesäuerten Brote, das Erntefest und das Fest der Einsammlung.

Seite 2 2. Mose 23:20-24:18

Gott versprach: „Ich sende einen Engel vor dir her“, um Israel auf dem Weg zu beschützen und sie an einen Ort zu bringen, der schon vorbereitet war. Mose warnte das Volk, gut zuzuhören und sich nicht vor den Göttern des Landes niederzuwerfen. Sie sollten die Götzenbilder zerstören und die Säulen niederreißen. Gott sagte, die Völker würden nach und nach vertrieben werden, damit das Land nicht plötzlich leer würde und sich wilde Tiere nicht zu sehr vermehren.

Dann bekam Mose den Auftrag, mit Aaron, Nadab, Abihu und siebzig Ältesten hinaufzusteigen, während das Volk unten blieb. Mose wiederholte alle Gebote Gottes, und alle antworteten wie mit einer Stimme: „Alles, was Gott befohlen hat, wollen wir tun!“ Mose schrieb die Worte auf, baute einen Altar und stellte zwölf Malsteine auf, einen für jeden Stamm. Es wurden Brandopfer und Dankopfer dargebracht. Mose las das Buch des Bundes laut vor, und das Volk versprach es noch einmal. Dann sprengte Mose Blut auf den Altar und auf das Volk und nannte es das Blut des Bundes.

Mose und die Anführer stiegen hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war etwas wie ein Boden aus Saphirsteinen, so klar wie der Himmel. Danach stieg Mose noch höher, zusammen mit Josua. Eine Wolke bedeckte den Berg. Am siebenten Tag wurde Mose aus der Wolke gerufen. Die Gegenwart Gottes sah für die Kinder Israel aus wie ein verzehrendes Feuer, und Mose blieb vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg.

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