Als es noch keine Feldpflanzen gab und noch kein Regen gefallen war, formte Gott einen Menschen aus Erde und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase.
Gott pflanzte einen Garten in Eden und setzte den Menschen hinein, damit er ihn bearbeitet und bewacht. Dort wuchsen viele schöne Bäume, auch der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Gott befahl: „Du darfst von allen Bäumen essen, aber vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen. Wenn du davon isst, wirst du sterben.“
Dann sagte Gott: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Tiere und Vögel wurden zu ihm gebracht, damit er ihnen Namen gibt, aber keines passte als richtige Gefährtin zu ihm. Da ließ Gott den Menschen tief einschlafen, nahm eine seiner Rippen und machte daraus eine Frau.
Eine kluge Schlange stellte der Frau Fragen, und sie und ihr Mann aßen die verbotene Frucht. Da gingen ihnen die Augen auf. Sie merkten, dass sie nackt waren, und machten sich Bedeckungen aus Feigenblättern.
Als sie Gott im Garten hörten, versteckten sie sich. Gott fragte sie, und jeder schob die Schuld auf jemand anderen. Gott sagte, dass die Arbeit schwer und schmerzhaft werden würde, dass der Erdboden verflucht ist und Dornen trägt, und dass die Menschen sterben und wieder zu Staub werden.
Gott machte ihnen Kleidung aus Fellen und schickte sie aus Eden fort. Vor den Weg zum Baum des Lebens stellte er Cherubim und ein flammendes, sich drehendes Schwert, um den Weg zu bewachen.