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וישב

Parashat Vayeshev

3 Seiten · ~4 Min. Lesezeit · 22 % der Quelle · Ganzen Tora-Abschnitt auf Sefaria lesen

Vayeshev („Er ließ sich nieder“) beginnt die Geschichte von Joseph. Es geht um seinen Streit mit seinen Brüdern, darum, wie er als Sklave nach Ägypten verkauft wird, und wie er ins Gefängnis kommt, nachdem die Frau seines Herrn ihn beschuldigt, weil Joseph ihre Annäherungsversuche zurückweist. In dieser Parascha steht auch die Geschichte von Tamar, ihren Männern und ihrem Schwiegervater Juda.

Seite 1 1. Mose 37:1-36

Jakob wohnte im Land Kanaan. Joseph war siebzehn Jahre alt. Er half seinen Brüdern bei den Herden und erzählte seinem Vater manchmal von ihrem schlechten Verhalten. Israel (so wird Jakob auch genannt) hatte Joseph lieber als alle seine Söhne. Er gab ihm eine ketonet passim, eine besonders verzierte Tunika, die ihn von den anderen abhob. Die Brüder hassten Joseph und konnten nicht freundlich mit ihm reden.

Joseph erzählte ihnen zwei Träume: In einem Traum verneigten sich die Garben seiner Brüder vor seiner Garbe. Im anderen Traum verneigten sich die Sonne, der Mond und elf Sterne vor ihm. Seine Brüder wurden noch wütender, aber Jakob behielt das im Gedächtnis.

Später schickte Jakob Joseph aus dem Tal Hebron los, um nach seinen Brüdern bei Sichem zu sehen. Ein Mann fand Joseph, als er umherirrte, und sagte ihm, dass die Brüder nach Dotan gegangen waren. Als die Brüder Joseph von weitem kommen sahen, schmiedeten sie einen Plan, ihn zu töten. Ruben drängte sie, kein Blut zu vergießen. Also zogen sie Joseph die Tunika aus und warfen ihn in eine leere Zisterne. Dann sahen sie eine Karawane von Ismaelitern, die nach Ägypten unterwegs war, mit Kamelen, die Tragakanth, Balsam und Ladanum trugen. Juda schlug vor, Joseph zu verkaufen. Sie verkauften ihn für zwanzig Silberlinge. Die Brüder tauchten die Tunika in Ziegenblut, und Jakob trauerte sehr.

Seite 2 1. Mose 38:1-30

Um diese Zeit ging Juda von seinen Brüdern weg und hielt sich bei einem Adullamiter auf, der Hira hieß. Juda heiratete die Tochter eines kanaanitischen Mannes, der Schua hieß. Sie bekamen drei Söhne: Er, Onan und Sela. Juda suchte für Er eine Frau, sie hieß Tamar. Aber Er tat Böses vor Gott und starb.

Danach blieb Tamar in Judas Familie. Doch alles entwickelte sich anders, als Juda es erwartet hatte, und es gab einen schmerzhaften, verwirrenden Streit darüber, wie es weitergehen sollte. Mit der Zeit merkte Juda, dass er Tamar Unrecht getan hatte, und er gab es zu.

Später bekam Tamar Zwillinge: Perez und Serach.

Inzwischen wurde Joseph nach Ägypten gebracht. Dort verkaufte man ihn an Potiphar, einen Beamten des Pharao. Joseph war weit weg von zu Hause, und alles um ihn herum war neu: eine neue Sprache, neue Regeln und neue Menschen. Aber Joseph arbeitete weiter fleißig, und bald fiel auf, dass man ihm vertrauen konnte.

Seite 3 1. Mose 39:1-40:23

In Ägypten kaufte Potiphar Joseph, und Gott war mit ihm. Joseph hatte Erfolg bei seiner Arbeit, darum setzte Potiphar ihn über den ganzen Haushalt. Das Haus wurde gesegnet, weil Joseph dort war.

Potiphars Frau versuchte, Joseph zu verführen, aber er weigerte sich. Er sagte, das wäre eine Sünde vor Gott. Eines Tages packte sie sein Kleid, als niemand sonst im Haus war. Joseph rannte hinaus und ließ das Kleid in ihrer Hand zurück. Sie log und beschuldigte ihn, und Potiphar warf Joseph ins Gefängnis, dorthin, wo die Gefangenen des Königs lagen. Aber auch dort zeigte Gott Joseph Güte, und der Kerkermeister vertraute ihm wichtige Aufgaben an.

Später kamen auch der oberste Mundschenk und der oberste Bäcker des Pharao ins Gefängnis. Beide hatten in einer Nacht einen beunruhigenden Traum. Joseph sagte: „Kommen nicht die Auslegungen von Gott?“ Er erklärte, dass der Mundschenk in drei Tagen wieder in sein Amt eingesetzt würde, aber der Bäcker sterben würde. Am Geburtstag des Pharao geschah es genauso, wie Joseph es gedeutet hatte.

Joseph bat den Mundschenk, an ihn zu denken, weil er aus dem Land der Hebräer weggebracht worden war. Aber der Mundschenk vergaß ihn.

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