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קדושים

Parashat Kedoshim

3 Seiten · ~4 Min. Lesezeit · 32 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

Kedoshim („Heilig“) beginnt damit, dass die Israeliten heilig sein sollen. Die Parascha nennt viele Gesetze für alle Bereiche des Lebens, zum Beispiel den Shabbat zu halten, den Nächsten zu lieben und am Rand eines Feldes etwas für Arme übrig zu lassen. Am Ende werden Strafen für bestimmte Arten von Götzendienst und sexuellem Fehlverhalten beschrieben.

Seite 1 3. Mose 19:1-18

In der Wüste sprach Gott zu Mose: „Sprich zur ganzen Gemeinde der Kinder Israel.“ Mose stellte sich vor das Volk und wiederholte Gottes Worte: „Ihr sollt heilig sein, denn ich, euer Gott, bin heilig.“

Er erklärte, dass Heiligkeit nicht nur für das Heiligtum gilt, sondern auch für ganz normale Tage. „Habt Ehrfurcht vor eurer Mutter und eurem Vater“, sagte er, „und haltet meinen Shabbat“, mit dem hebräischen Wort für den besonderen Ruhetag. „Wendet euch nicht an Götzen und macht euch keine gegossenen Götter.“

Mose lehrte auch über Opfer, die als Dankopfer gebracht wurden. Wenn jemand so ein Opfer brachte, sollte es am selben Tag oder am nächsten gegessen werden. Was bis zum dritten Tag übrig blieb, musste verbrannt werden. Am dritten Tag davon zu essen, würde etwas Heiliges behandeln, als wäre es ganz gewöhnlich, und die Person würde Schuld tragen und aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

Das Volk hörte aufmerksam zu. Diese Anweisungen sollten zeigen, wie sie Gott dienen und wie sie miteinander leben sollten.

Seite 2 3. Mose 19:9-18, 19:33-37

Dann sprach Mose über Felder und den Alltag im Dorf. „Wenn ihr eure Ernte einbringt“, sagte er, „schneidet nicht bis ganz an den Rand. Sammelt nicht jedes letzte Ährchen auf und lest euren Weinberg nicht komplett leer. Lasst etwas übrig für die Armen und für den Fremdling.“

Er fuhr fort: „Stehlt nicht. Belügt einander nicht und schwört nicht falsch bei Gottes Namen. Raubt euren Mitmenschen nicht aus und betrügt sie nicht.“ Wenn jemand einen Arbeiter einstellte, durfte der Lohn nicht über Nacht zurückgehalten werden.

Mose beschrieb auch, was gerecht vor Gericht ist: Richter sollten weder die Armen bevorzugen noch den Reichen extra Ehre geben. Dann sagte er: „Beschimpft den Tauben nicht und legt dem Blinden nichts in den Weg.“

Danach kamen Worte, die sich alle im Lager merken konnten: „Hasst euren Bruder nicht in eurem Herzen. Übt keine Rache und behaltet keinen Groll. Liebt euren Nächsten wie euch selbst.“

Und wenn Fremdlinge unter ihnen lebten, sollten die Israeliten ihnen kein Unrecht tun, weil sie sich an Ägypten erinnern sollten. Außerdem sollten sie ehrliche Gewichte und Maße benutzen.

Seite 3 3. Mose 19:19-20:27

Mose machte mit weiteren Regeln für das tägliche Leben weiter. In manchen Dingen sollten sie nichts vermischen: Sie sollten ihr Vieh nicht mit einer anderen Art paaren lassen, ein Feld nicht mit zwei Sorten Samen besäen und keine Kleidung tragen, die aus zwei verschiedenen Materialien zusammen gewebt ist.

Er sprach auch über neue Obstbäume: Drei Jahre lang durfte man die Früchte nicht essen. Im vierten Jahr waren alle Früchte für eine Feier vor Gott bestimmt, und erst im fünften Jahr durfte die Familie davon essen.

Mose warnte sie, nichts mit Blut zu essen und keine Wahrsagerei zu treiben. Sie sollten sich wegen der Toten keine Schnitte in die Haut machen und ihren Körper nicht markieren. Sie sollten Gottes Tage halten und sein Heiligtum achten, vor alten Menschen aufstehen und sich nicht an Geister oder Totenbeschwörer wenden.

Zum Schluss gab Mose sehr ernste Warnungen weiter: Wer Nachkommen dem Moloch gab und wer bestimmte verbotene sexuelle Taten beging, musste mit den strengsten Strafen rechnen. Denn das Volk sollte abgesondert leben und Gottes Gesetze im Land bewahren.

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