Als die Hungerjahre begannen, gab es in Ägypten trotzdem Brot, weil Josef das Getreide aus den Speichern verkaufte. Die Menschen schrien zum Pharao, und der Pharao sagte: „Geht hin zu Josef; was er euch sagen wird, das tut!“ Bald erreichte die Hungersnot auch Kanaan. Jakob schickte zehn seiner Söhne nach Ägypten, um Getreide zu kaufen, aber Benjamin ließ er zu Hause.
Josef war der mishneh, das heißt, er war der Zweite nach dem Pharao und gab dem Volk Korn. Als seine Brüder kamen, fielen sie vor ihm nieder, aber sie erkannten ihn nicht. Josef stellte sich fremd, redete hart und beschuldigte sie, Kundschafter zu sein. Sie sagten, sie seien ehrliche Brüder, zwölf insgesamt, der Jüngste sei bei ihrem Vater, und einer sei „nicht mehr vorhanden“. Josef stellte sie auf die Probe: Ein Bruder sollte festgehalten werden, die anderen sollten Getreide nach Hause bringen, und dann müssten sie Benjamin mit zurückbringen.
Josef ließ Simeon vor ihren Augen binden. Die anderen schickte er mit Getreide und Reiseproviant fort, und heimlich ließ er jedem sein Geld wieder oben in den Sack legen. Unterwegs fanden sie das Geld und bekamen Angst. Sie sagten zitternd: „Ach, warum hat uns Gott das getan?“