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Parashat Tzav

3 Seiten · ~4 Min. Lesezeit · 24 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

In Tzav („Befehl“) erklärt Gott Mose die Regeln für die Opfer in der Stiftshütte (dem tragbaren Heiligtum), darunter ein Speisopfer, das der Hohepriester bringt, Schuldopfer und Dankopfer. Mose setzt Aaron und Aarons Söhne für den Priesterdienst in der Stiftshütte ein.

Seite 1 3. Mose 6:1-7:38

Gott sprach zu Mose: „Gebiete Aaron und seinen Söhnen.“ In der Stiftshütte, dem tragbaren heiligen Zelt, dienten die Priester am Altar. Beim Brandopfer blieb das Tier die ganze Nacht auf dem Altar, und das Feuer musste bis zum Morgen weiterbrennen. Ein Priester zog Leinenkleider an, hob die Asche hoch und legte sie neben den Altar. Dann zog er andere Kleider an und trug die Asche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort. Jeden Morgen legte er Holz nach, richtete das Opfer wieder her und ließ die Fettstücke der Dankopfer auf dem Altar zu Rauch werden. Gott nannte es ein „beständiges Feuer“, das niemals ausgehen durfte.

Gott gab auch Regeln für das Speisopfer. Aarons Söhne brachten feines Mehl, das mit Öl vermischt war, und oben darauf lag Weihrauch. Eine Handvoll wurde auf dem Altar verbrannt, als angenehmer Duft, und den Rest aßen Aaron und seine Söhne als ungesäuerte Kuchen an einem heiligen Ort. Gott sagte, diese Gaben seien „hochheilig“, und alles, was sie berührte, wurde ebenfalls heilig.

Seite 2 3. Mose 6:11-7:38

Für manche Opfer gab es besonders genaue Regeln. Eines davon war das chatat, das „Reinigungsopfer“. Es wurde gebracht, um etwas wieder in Ordnung zu bringen und zu reinigen, was gereinigt werden musste. Es wurde dort geschächtet, wo auch das Brandopfer geschächtet wurde, und der Priester, der es darbrachte, aß es an heiliger Stätte. Wenn Blut auf ein Kleid spritzte, musste man das Kleid dort waschen. Wurde das Fleisch in einem irdenen Topf gekocht, musste man den Topf zerbrechen. Wurde es in einem kupfernen Gefäß gekocht, musste man es scheuern und mit Wasser ausspülen. Aber wenn etwas von seinem Blut in die Stiftshütte hineingebracht wurde, um im Heiligtum Sühne zu erwirken, durfte man von diesem Opfer nichts essen, es musste verbrannt werden.

Gott erklärte auch das Schuldopfer, bei dem die Fettstücke auf dem Altar zu Rauch wurden. Danach kamen die Dankopfer: Dankopfer sollte man am selben Tag essen. Opfer, die wegen eines Gelübdes oder freiwillig gebracht wurden, durfte man auch am nächsten Tag noch essen. Was aber bis zum dritten Tag übrig blieb, musste man verbrennen. Die Kinder Israel bekamen außerdem den Befehl, kein Blut zu essen und auch nicht das Fett von Ochsen, Lämmern oder Ziegen aus Opfern.

Seite 3 3. Mose 8:1-36

Dann sagte Gott zu Mose, er solle mit der Einsetzung von Aaron als Priester beginnen, zusammen mit Aarons Söhnen. Mose nahm die Priesterkleider, das Salböl, einen Farren für das chatat, zwei Widder und einen Korb mit ungesäuertem Brot. Dann versammelte er die ganze Gemeinde am Eingang der Stiftshütte. „Das ist es, was Gott zu tun geboten hat“, sagte Mose.

Mose wusch Aaron mit Wasser und zog ihm die Priesterkleider an: den Leibrock, den Gürtel, das Ephod, das Brustschildlein (mit „Licht und Recht“ darin) und den Hut mit dem goldenen Stirnblatt vorn. Er salbte die Stiftshütte und alles, was darin war, sprengte Öl auf den Altar und goss Salböl auf Aarons Kopf. Auch Aarons Söhne wurden angekleidet, mit Leibröcken, Gürteln und hohen Mützen.

Dann folgten die Opfer: Das Blut des Farren wurde an die Hörner des Altars getan und an seinen Grund gegossen. Ein Widder wurde als Brandopfer verbrannt. Und der Widder des Einweihungsopfers wurde dargebracht. Mose tat etwas von seinem Blut an Aarons rechtes Ohrläpplein, an den Daumen seiner rechten Hand und an die große Zehe seines rechten Fußes, und genauso bei Aarons Söhnen. Danach sprengte Mose Öl und Blut auf Aaron und seine Kleider und auf seine Söhne und ihre Kleider. Sie blieben sieben Tage lang am Eingang der Stiftshütte, aßen dort von dem Einweihungsessen und bewachten Gottes Auftrag Tag und Nacht.

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