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שמות

Parashat Schemot

3 Seiten · ~5 Min. Lesezeit · 21 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

Schemot („Namen“) ist die erste Toralesung im Buch Exodus. Sie beginnt damit, dass die Kinder Israel in Ägypten versklavt werden. Mose wird geboren, in ein Körbchen am Nil gelegt und in das Haus des Pharao aufgenommen. Später begegnet er Gott an einem brennenden Dornbusch und beginnt seine Aufgabe: vom Pharao zu fordern, dass er die Kinder Israel ziehen lässt.

Seite 1 2. Mose 1:1-22

Parashat Schemot beginnt das Buch Exodus. Am Anfang werden die Namen der Söhne von Jakob genannt, die nach Ägypten gekommen waren: Ruben, Simeon, Levi und Juda, Issaschar, Sebulon und Benjamin, Dan und Naphtali, Gad und Asser. Zusammen waren es siebzig Menschen aus Jakobs Familie, und Joseph war schon in Ägypten.

Als Joseph und alle aus seiner Zeit gestorben waren, kam ein neuer König über Ägypten, der Joseph nicht kannte. Er sah, dass die Kinder Israel immer mehr wurden, und er bekam Angst, sie könnten sich im Krieg mit Ägyptens Feinden verbünden. Darum setzte er Aufseher über sie und zwang sie zu harter Arbeit mit Lehm und Ziegeln und zu schwerer Feldarbeit. Sie mussten für den Pharao Vorratsstädte bauen, Pitom und Raemses. Aber je mehr man sie unterdrückte, desto mehr breiteten sie sich aus.

Dann befahl der Pharao zwei hebräischen Hebammen, Schiphra und Pua, die neugeborenen Jungen zu töten. Doch sie fürchteten Gott und gehorchten nicht. Schließlich befahl der Pharao seinem ganzen Volk: Jeder neugeborene hebräische Junge sollte in den Nil geworfen werden, aber die Mädchen durften leben.

Seite 2 2. Mose 2:1-25

Ein Mann und eine Frau aus dem Haus Levis bekamen einen Sohn. Seine Mutter versteckte ihn drei Monate lang. Als sie ihn nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein aus Rohr, verklebte es mit Lehm und Pech und legte das Baby hinein. Dann setzte sie es ins Schilf am Ufer des Nils. Seine Schwester blieb in einiger Entfernung stehen und beobachtete alles.

Da kam die Tochter des Pharao zum Baden an den Fluss und entdeckte das Kästlein im Schilf. Als sie es öffnete, sah sie ein weinendes Kind und hatte Mitleid. „Das ist eines der hebräischen Kinder“, sagte sie. Da trat die Schwester näher und bot an, eine hebräische Säugamme zu holen. So wurde ausgerechnet die Mutter des Babys geholt, um es zu stillen und zu versorgen. Als das Kind größer geworden war, brachte die Mutter es zur Tochter des Pharao. Sie nahm es als ihren Sohn an und gab ihm den Namen Mose, weil sie sagte, sie habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Als Mose erwachsen war, sah er, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug. Mose erschlug den Ägypter. Als der Pharao davon erfuhr und Mose töten wollte, floh Mose ins Land Midian. Dort half er sieben Schwestern an einem Brunnen und blieb bei ihrem Vater. Mose heiratete Zippora, und sie bekamen einen Sohn, den Mose Gersom nannte, weil er sagte, er sei ein Fremdling in einem fremden Land geworden.

Seite 3 2. Mose 3:1-6:1

Nach langer Zeit starb der König von Ägypten. Die Kinder Israel seufzten unter der Knechtschaft, und ihr Schreien stieg zu Gott auf. Gott erinnerte sich an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob und sah ihr Leid.

Mose hütete die Schafe seines Schwiegervaters Jethro, des Priesters in Midian. So kam er zum Horeb, dem Berg Gottes. Dort sah er einen Dornbusch, der in Flammen stand, aber nicht verbrannte. Aus dem Dornbusch rief Gott: „Mose! Mose!“ Und Mose antwortete: „Hier bin ich!“ Gott sagte ihm, er solle seine Schuhe ausziehen, denn der Ort sei heilig. Gott erklärte, dass er Israel retten und in ein gutes Land bringen werde.

Mose fragte, welchen Namen er den Kindern Israel nennen solle. Gott antwortete mit einem hebräischen Satz: „Ehyeh-Asher-Ehyeh“, das bedeutet: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Dann sollte Mose die Ältesten von Israel versammeln und zum Pharao gehen, um zu bitten, drei Tagereisen weit in die Wüste zu ziehen, um zu opfern.

Später gingen Mose und Aaron zum Pharao, aber der Pharao weigerte sich. Er machte die Arbeit noch schwerer: Das Volk sollte sein Stroh selbst sammeln und trotzdem genauso viele Ziegel liefern wie vorher. Die Amtleute der Kinder Israel wurden geschlagen, und Mose schrie zu Gott. Gott antwortete, Mose werde bald sehen, was geschehen würde: Der Pharao würde die Menschen ziehen lassen, weil eine größere Macht ihn dazu zwingen würde.

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