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ויחי

Paraschat Wajechi

3 Seiten · ~5 Min. Lesezeit · 34 % der Quelle · Auf Sefaria lesen

Paraschat Wajechi („Er lebte“) ist der letzte Wochenabschnitt im 1. Buch Mose. Er beginnt damit, dass Jakob sich auf seinen Tod vorbereitet und Josef schwören lässt, ihn in der Höhle Machpela zu begraben. Jakob segnet Josefs zwei Söhne und danach seine eigenen zwölf Söhne, dann stirbt er. Jakobs Söhne begraben ihn. Am Ende stirbt auch Josef.

Seite 1 1. Mose 47:28-31; 48:1-22

Jakob hatte siebzehn Jahre in Ägyptenland gelebt, und als seine letzten Tage näher kamen, war er 147 Jahre alt. Er rief Josef zu sich und sagte: „Bitte, versprich mir: Begrabe mich nicht in Ägypten! Leg deine Hand unter meine Hüfte als Zeichen, und schwöre, dass du mich hinaufbringst und bei meinen Vorfahren begräbst.“ Josef sagte zu und schwor es. Da verbeugte sich Jakob am Kopfende des Bettes.

Später hörte Josef: „Dein Vater ist krank!“ Da eilte er zu ihm und nahm seine beiden Söhne mit, Manasse und Ephraim. Jakob sammelte seine Kraft und setzte sich im Bett auf. Er erinnerte Josef daran, wie Gott ihm in Lus im Land Kanaan erschienen war und versprochen hatte, dass seine Familie groß werden und das Land bekommen würde. Dann sagte Jakob, dass Ephraim und Manasse wie seine eigenen Söhne zählen sollten, so wie Ruben und Simeon.

Als Jakob die Jungen sah, fragte er: „Wer sind diese?“ Josef antwortete: „Das sind meine Söhne, die Gott mir hier geschenkt hat.“ Jakobs Augen waren vom Alter schwach geworden, aber er zog sie zu sich, küsste und umarmte sie. Er sagte, er hätte nie zu hoffen gewagt, Josef noch einmal zu sehen, und nun durfte er sogar Josefs Kinder sehen.

Seite 2 1. Mose 48:13-20; 49:1-33

Josef stellte die Jungen vorsichtig hin: Ephraim so, dass er an Jakobs linker Seite war, und Manasse so, dass er an Jakobs rechter Seite war. Aber Jakob verschränkte seine Hände. Er legte seine rechte Hand auf Ephraims Kopf, obwohl Ephraim der Jüngere war, und seine linke Hand auf Manasses Kopf.

Jakob segnete sie. Er sprach von dem Gott, der ihn behütet hatte, und bat, dass die Jungen zu einer großen Menge auf der Erde werden sollten. Josef gefiel es nicht, dass die rechte Hand auf Ephraim lag. Er wollte die Hand seines Vaters wegnehmen und sagte: „Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene!“ Doch Jakob weigerte sich und sagte: „Ich weiß es, mein Sohn. Auch er wird groß werden, aber sein jüngerer Bruder wird größer werden.“ Und Jakob sagte, dass Israel später segnen würde mit den Worten: „Gott mache dich wie Ephraim und Manasse.“

Dann rief Jakob alle seine Söhne zusammen: „Kommt, damit ich euch sage, was euch in künftigen Tagen begegnen wird!“ Er sprach zu jedem Sohn Worte, die zu ihm passten. Ruben, obwohl der Erstgeborene, sollte den höchsten Vorrang nicht behalten. Simeon und Levi sollten zerstreut werden. Juda verglich er mit einem Löwen, und er sagte, dass bei Juda ein Herrscherstab bleiben würde. Auch über die anderen Stämme sprach er. Josef gab er einen besonders starken Segen und erinnerte daran, dass Josef angegriffen worden war, aber fest geblieben war.

Seite 3 1. Mose 49:29-33; 50:1-26

Nachdem Jakob gesprochen hatte, gab er seinen Söhnen einen letzten Auftrag: Sie sollten ihn in der Höhle Machpela begraben, nahe bei Mamre im Land Kanaan. Dort waren Abraham und Sarah begraben, auch Isaak und Rebekka, und dort hatte Jakob auch Lea begraben. Machpela ist ein hebräischer Name und bedeutet „doppelte Höhle“.

Als Jakob fertig war, zog er seine Füße aufs Bett zurück, atmete ein letztes Mal aus und starb. Josef weinte über seinem Vater und küsste ihn.

Josef befahl Ärzten, Jakob einzubalsamieren. Das dauerte vierzig Tage, und die Ägypter trauerten siebzig Tage lang. Als die Trauerzeit vorbei war, bat Josef den Hof des Pharao um Erlaubnis, seinen Vater zu begraben, so wie er es geschworen hatte. Pharao erlaubte es. Eine große Gruppe zog hinauf, sogar mit Wagen und Reitern. Sie hielten eine große Totenklage bei der Tenne Atad jenseits des Jordan. Dann brachten Jakobs Söhne ihn nach Machpela und begruben ihn dort.

Zurück in Ägyptenland bekamen die Brüder Angst. Sie dachten, Josef könnte sich jetzt rächen. Sie baten um Vergebung und sagten, sie wollten seine Knechte sein. Josef weinte und sagte, sie sollten sich nicht fürchten. Er erklärte, dass sie zwar Böses geplant hatten, Gott es aber zum Guten gewendet hatte, damit viele Menschen am Leben bleiben konnten. Josef versprach, für sie und ihre Kinder zu sorgen.

Josef lebte bis 110 Jahre. Er sah sogar Urenkel. Bevor er starb, ließ er die Kinder Israels schwören, dass sie seine Gebeine hinaufbringen würden, wenn Gott sie aus Ägyptenland herausführen würde.

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